Am 27. September findet im Rathaussaal Gera eine Fachtagung des Netzwerks “Integration” Gera mit dem Thema “Chancen der Vielfalt – 20 Jahre Integrationsarbeit in Gera” statt. Die Tagung wird neben einem Informationsprogramm auch Vorträge, Workshops und ein multikulturelles Büfett bieten.

Über die Tagung

In Gera haben derzeit ca. 3 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund, das heißt, sie sind entweder selbst im Leben gewandert oder sind Kinder von Menschen, die hier eingereist sind.

Integration gestaltet sich nicht als ein kurzes Strohfeuer oder eine Hauruckaktion, sondern stellt oft einen langwierigen mühsamen Weg für alle daran Beteiligten dar. Es muss die Sprache des Aufnahmelandes gelernt werden, die hiesigen Gesetze und Traditionen müssen erkannt, reflektiert und befolgt werden.

Es gibt beim Integrationsprozess Fragen über Fragen, Berg- und Talfahrten. Momente der Freude über die Erweiterung des eigenen Horizontes, Momente der Enttäuschung über die mangelnde Akzeptanz Zugewanderter in der Bevölkerung.


Unser Netzwerk Integration, welches seit vielen Jahren aktiv an einer positiven Integrationsbewältigung beteiligt ist, möchte mit dieser Fachtagung aufzeigen, wo wir nach 20 Jahren Integrationsarbeit stehen, welche Errungenschaften es gibt und welche noch immer bestehenden Blockaden zu beseitigen sind.

Integration ist Entwicklung, Integration ist eine Chance. Wir möchten mit Ihnen unser Jubiläum 20 Jahre Integrationsarbeit in Gera begehen und in die Zukunft schauen, denn Integration ist unsere einzige Chance.


Die Fachtagung bietet Einblick in die Themen der beruflichen Chancen für Migranten, der Sprachförderung von Vorschulkindern mit Migrationshintergrund und beleuchtet den Diversity-Ansatz. Eine Ausstellung zeigt die Highlights der letzten 20 Jahre Integrationsarbeit in unserer Stadt. Bei dieser Gelegenheit gilt all den Migrationsberaterinnen und Migrationsberatern, den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den  Menschen, die tagtäglich sich um die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund kümmern, unser besonderer Dank.


Ihr  Netzwerk „Integration“ in Gera


Flyer zur Tagung als PDF-Datei

Hier können Sie den zweiseitigen Flyer zur Fachtagung als PDF herunterladen: flyer-chancen-der-vielfalt.pdf

Anmeldeformular

Für die Fachtagung ist eine Voranmeldung nötig. Die Tagung selbst ist kostenfrei; für die Teilnahme am Mittagessen bitten wir jedoch um einen Beitrag von 5,00 Euro. Sie können sich mit dem folgenden E-Mail-Formular für die Tagung anmelden:

Name, Vorname

Anschrift

Einrichtung/Organisation

Telefon

Email

Teilnahme am Workshop (bitte angeben):
 Workshop 1 Workshop 2 Workshop 3

Teilnahme am multikulturellen Mittagsbüfett:
 Ja Nein

Anmerkungen

Sicherheitsabfrage, bitte geben Sie die im Bild sichtbaren Zeichen in das Eingabefeld ein:

captcha


Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms
„TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“
Logo des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Logo "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN"

Die Russlanddeutschen und ihre Familien bilden die größte Migrantengruppe in Deutschland. Seit Beginn der Aussiedleraufnahme im Jahr 1950 sind fast 4,5 Millionen (Spät-)Aussiedler einschließlich Familien-angehörigen nach Deutschland zugewandert.

Mit der Veranstaltung möchten wir auf die Geschichte und das Schicksal dieser Migrantengruppe hinweisen, über ihre  Situation und die Migrationhintergründe aufklären sowie damit Respekt und Toleranz fördern. 2011 jährt sich zum siebzigsten Mal der Stalin-Erlass zur Deportation der Russlanddeutschen.


Am 28. August 1941 gab das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR per Erlass bekannt, dass alle Deutschen der Wolgagebiete unverzüglich und restlos umgesiedelt werden müssen. Es war eine Deportation aus den Gebieten, in denen die Deutschen seit der Auswanderung aus Deutschland vor über 200 Jahren lebten.

Als Grund wurde die gesamte Gruppe der Sowjetdeutschen wegen dem Überfall von Nazideutschland auf die Sowjetunion pauschal der Kollaboration mit Hitler-Deutschland beschuldigt.

Das damit verbundene Leid, Zwangsarbeit und Verlust von Familienangehörigen wurde zum Schlüsselerlebnis für diese Menschen, die als Aussiedler und Spätaussiedler zu uns nach Deutschland kommen. Im Rahmen der Veranstaltung wird in Erlebnisberichten von Russlanddeutschen über die Ereignisse der Geschichte berichtet. Darüber hinaus sollen die heutige Situation sowie Integrationsfragen und –probleme angesprochen werden.


In einer Ausstellung besteht die Möglichkeit, sich über die gesamte Geschichte dieser Migrantengruppe zu informieren.

Wir bitten um Anmeldungen unter der Tel.-Nr. 0365 / 7119082 oder über e-Mail: ikvgera@gmx.de

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms
„TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“
Logo des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Logo "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN"