Projekt Hallo – Salam – Willkommen

Warum dieses Projekt?

In Gera wie in vielen anderen Orten in Thüringen gab es 2015 und 2016 eine rasante Erhöhung der Zuwanderungszahlen. Es wurden vor allem Menschen aus Syrien, Irak, Afghanistan sowie aus afrikanischen Ländern in Gera aufgenommen. Durch den Familiennachzug und den Umzug innerhalb Thüringens setzt sich dieser Prozess fort.

Ein großer Teil der Geflüchteten wurde inzwischen anerkannt und muss nun durch migrantenspezifische Beratungs- und Betreuungsstrukturen in Gera begleitet werden.Daher besteht hier ein großer Handlungsbedarf.

Das Projekt konzentriert sich auf wohnortnahe Angebote in den zwei großen Neubaugebieten von Gera, in Lusan und Bieblach-Ost.

Mit dem hohen Zuzug insbesondere von Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis ist der Bedarf an Informations- und Begegnungsangeboten sowohl für die hiesige Bevölkerung als auch für die Zugewanderten enorm gestiegen.

Auch in Behörden, Unternehmen und Bildungseinrichtungen hat sich der Bedarf für Angebote zur Förderung der interkulturellen Kompetenz sehr erhöht.

 

Was ist bereits geschafft?

  • Beratungs- und Begleitungsangebote für Geflüchtete
  • Wöchentliche Hausaufgabenhilfe und Sprachförderung an drei Standorten in Gera
  • Wöchentlich Basissprachkurs an zwei Standorten
  • ein wöchentliches musikalisches Angebot für Kinder
  • Interkulturelle Frauentagsfeier

Was ist demnächst geplant?

  • Gründung eines arabischen Kulturtreffs
  • Organisation eines Familienfestes zum Zuckerfest 2017

 

Was soll 2017 passieren?

  • 3 Tagesseminare zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz für Behörden, Firmen, Einrichtungen
  • 2 interkulturelle und interreligiöse Begegnungen
  • 2 Weiterbildungsangebote für Geflüchtete
  • 2 freizeitpädagogische Angebote für Geflüchtete

 


 

Projektziele

  • Stärkung der Kompetenzen von Menschen mit Migrationshintergrund
  • Stärkung der gleichberechtigten Teilhabe und der aktiven Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund am gesellschaftlichen und politischen Leben
  • Verbesserung der wechselseitigen Akzeptanz von Menschen mit Migrationshintergrund und Einheimischen

Zielgruppen

  • Menschen ausländischer Herkunft mit dauerhaftem Bleiberecht
  • Asylbewerber im laufenden Asylverfahren sowie Geduldete
  • Aufnahmegesellschaft
  • Kinder, Jugendliche, Schülerinnen und Schüler
  • Erwachsene
  • Eltern, erzieherische/pädagogische/sozialpädagogische Fachkräfte
  • Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Schwerpunkte des Projektes

  • Angebote zur Förderung der schulischen Integration für alle Gruppen der geflüchteten Kinder und Jugendlichen sowie Basissprachkurse
  • Freizeitpädagogische und künstlerisch-kreative Angebote
  • Wissensvermittlung über das Bildungs- und Erziehungssystem in Deutschland, Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule
  • Förderung interkultureller und interreligiöser Begegnungen, Förderung der Integration in Wohnumfeld
  • Stärkung der Selbstorganisation und öffentliche Interessenartikulation von Migranten, Qualifizierung von Migrantenorganisationen
  • Interkulturelle Sensibilisierung für alle Bevölkerungsgruppen sowie Fortbildung in Behörden, Verbänden und Einrichtungen

Kooperationspartner

Stadtteilbüro in Lusan und Bieblach-Ost, Netzwerk Integration, Migrations- und Integrationsbeauftragte von Gera, Schulen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Jugendeinrichtungen, Islamische Gemeinde Gera sowie der Verein „Moschee Gera e.V.“, Wohnungsgesellschaften

Projektbeginn

01.01.2017

Förderung

Thüringer Landesregierung im Rahmen der „Richtlinien zur Gewährung von Zuwendungen des Freistaats Thüringen für die Förderung der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund“