Willkommen!

Der Interkulturelle Verein Gera e.V. ist eine Migrantenselbstorganisation und engagiert sich seit 1994 für die Integration von zugewanderten Menschen sowie die Förderung des friedlichen Zusammenlebens von Menschen verschiedener Kulturen. Dabei sind unsere Mitglieder stets bemüht, Vorurteile abzubauen und fremdenfeindlichen Tendenzen entgegenzuwirken.

Dies äußert sich in vielfältigen Projekten und Angeboten: von Beratung und Unterstützung bei Behördenangelegenheiten über Sprach- und Konversationsgruppen bis zu interkulturellen Bildungs- und Kulturangeboten für alle Alters- und Sozialgruppen.

Der IKV Gera ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein. Unsere Räume bieten Platz für vielfältigste Aktivitäten wie zum Beispiel für Angebote im Rahmen der Jugendbildungsstätte „Meridian“, für Sprach- und Konversationskurse, für Kultur- und Bildungsveranstaltungen oder interkulturelle Feiern, sie dienen als Probe- und Übungsraum für den Chor, die Kindermusikgruppe sowie die vietnamesische Tanzgruppe und die Gymnastikgruppe. Durch den im Gebäude vorhandenen Aufzug sind unsere Angebote auch für Behinderte gut zu erreichen.

Mitgliedervereine & Interessengruppen

In unserem Verein haben mehrere Interessengruppen und Vereine ein Dach gefunden:

Vietnamesischer Verein Gera

Der Vietnamesische Verein Gera arbeitet seit vielen Jahren mit uns zusammen und unterstützt die vietnamesischen Familien in Gera. [Weitere Informationen]

Jüdisch-deutscher Kulturverein

Logo: jüdisch-deutscher Kulturverein GeraDer Jüdisch-deutschen Kulturverein informiert insbesondere mit Bildungs- und Begegnungsangeboten über die jüdische Kultur und Geschichte. [Weitere Informationen]

Interessengruppe der syrischen Flüchtlinge

Eine Interessengruppe der syrischen Flüchtlinge hat sich 2017 gebildet. Sie möchte sich für ihre Landsleute in Gera einsetzen.

 

Unsere neusten Artikel

  • Angebote in neuer Gestalt 05. Juli 2020

    Unsere interkulturellen Bildungsveranstaltungen konnten in den vergangenen Wochen nicht wie geplant und gewohnt stattfinden. Stattdessen wurde auf Online-Angebote in der Hausaufgabenhilfe umgestellt, die stark nachgefragt waren.

    Einige unserer ehrenamtlich arbeitenden Migranten engagierten sich in der Nachbarschaftshilfe.

    Mit dem beginnenden Bedarf an Mund-Nasen-Bedeckungen, nähten Ehrenamtliche aus Syrien, Russland und anderen Ländern Alltagsmasken aus gespendeten Stoffen. Insbesondere den Grund- und Regelschulen wurden diese als Notfallreserve kostenfrei angeboten. Inzwischen haben wir acht Grundschulen und vier Regelschulen mit insgesamt mehr als 1000 Mund-Nasenbedeckungen unterstützt.

    Die Resonanz war überwältigend. Wir sind sehr bewegt von der großen Dankbarkeit, ausgedrückt unter anderem durch liebe und ermunternde Worte sowie Zeichnungen und Plakate von Schülern.

    Sollten auch im neuen Schuljahr Masken benötigt werden, stehen wir gern bereit, weitere Exemplare zur Verfügung zu stellen. Aber ganz besonders wünschen wir uns, gemeinsam mit den Geraer Schulen bald wieder interkulturelle Bildungsarbeit gestalten zu können.

    „…ein ganz herzliches Dankeschön für die Bereitstellung der ersten und jetzt nochmals genähten Masken. Die Kinder sind begeistert und tragen diese aufgrund der wunderschönen Motive mit Stolz…“

    die Tabalugas – Annegret Lailach

    „…wir möchten uns im Namen unserer Schüler herzlichst bei Ihnen und bei Ihrem Team für die Masken bedanken.
    Die ersten Exemplare laufen schon durch unser Schulhaus…“

    Steffen Zaumseil, Erich Kästner Grundschule Gera

    „…es ist eine sehr schöne Aktion und echt bemerkenswert was Sie und die ehrenamtlichen Mitarbeiter da auf die Beine stellen. Wir bedanken uns für Ihr Angebot, unserer Schule Mund- und Nasenbedeckungen zur Verfügung zu stellen und freuen uns wirklich sehr darüber…Vielen Dank. Machen Sie weiter so!“

    Sandra Froherz, Pfortener Schule

    …ganz lieben Dank für die waschbaren Mund-Nasen-Bedeckungen… Die Kinder sind froh, wieder zu uns zu kommen und mit den Lehrerinnen gemeinsam zu lernen. Die meisten von Ihnen tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung. Es gibt aber auch Bedarf bei einigen Kindern. Deshalb finde ich es sehr schön, dass der Interkulturelle Verein Gera e.V. die Schulen in Gera unterstützt…

    A.Meyer, Grundschule „Otto Dix“

    „Es ist gut zu wissen, dass man in so schwierigen Zeiten verlässliche Partner hat, welche die Schulen bei der täglichen Arbeit unterstützen.“ 

    Direktor – Herr Weisheit, Regelschule „Otto Dix“

    Inzwischen haben wir begonnen, in der Werner-Petzold-Straße 10 in Gera-Lusan wieder Angebote für die Öffentlichkeit zu unterbreiten, natürlich unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften. Jeden Donnerstag ab 14.00 Uhr können im Kreativtreff unter fachkundiger Anleitung kleine Kunstwerke und einzigartige Gebrauchsgegenstände gestaltet werden. Der Chor nutzt immer mittwochs ab 16.30 Uhr das Freigelände zum Proben. Der Gitarrenunterricht für benachteiligte Jugendliche ist wieder angelaufen, es gibt noch freie Plätze. Für Migrantenkinder gibt es die Möglichkeit, in einem neu eingerichteten PC-Kabinett, Schulstoff aufzuarbeiten. Auch in den Ferien stehen Betreuerinnen für die Fächer Deutsch, Mathe und Englisch bereit, um mit den Schülern einen guten Start in das nächste Schuljahr vorzubereiten. Weitere Veranstaltungsangebote für die Ferien sind bereits in Planung.

    Wir freuen uns über eine rege Beteiligung!

    Bitte beachten: Alle Angebote können nur mit vorheriger telefonischer Anmeldung unter 0365 7119082 in Anspruch genommen werden.

  • Corona kann uns nicht ausbremsen 09. Mai 2020

    Seit dem 17. März ist unsere Einrichtung in der Werner-Petzold-Straße für den Besucherverkehr geschlossen. Unsere interkulturelle Bildungsarbeit kann nicht wie bisher stattfinden. Aber die Arbeit geht auf andere Weise weiter.

    Die Hausaufgabenhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund wird per WhatsApp, je nach Bedarf und Wunsch der Schüler mit Nachrichten, Audiotexten, Telefonaten oder Videochat weitergeführt. Der Bedarf ist sehr groß und fächerübergreifend. Besonders gefragt ist Unterstützung in Mathematik, Deutsch und Englisch. Für die Fächer Mathe und Englisch können wir Aufgaben mit den Schülern sogar auf Arabisch bearbeiten. Hierbei sind wir sehr dankbar für die Chancen und Möglichkeiten, die uns unser multikulturelles und multisprachiges Team bietet. Bis Ende April 2020 wurde auf diesem Weg weit über 100 Mal Unterstützung geleistet.

    Die Bundesfreiwilligen, die bisher mit der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen und interkulturellen Bildungsangeboten beschäftigt waren, haben andere Betätigungsfelder gefunden:

    Die Frauen haben das Nähen von Mund-Nasen-Bedeckungen aus gespendeten Stoffen übernommen. Zunächst für die Familien unserer Mitarbeiter und Vereinsmitglieder, dann auch für verschiedene Einrichtungen, z. B. den ASB und die Ehrenamtszentrale. Weil inzwischen praktisch jeder eine solche Maske benötigt, wollen unsere Bundesfreiwilligen aus Syrien und Afghanistan ihren deutschen Nachbarn selbstgenähte Masken spenden – verbunden mit der Hoffnung auf gegenseitigen Respekt und gute Nachbarschaft. Gegenwärtig unterstützen wir die Aufnahme des Schulbetriebs, indem wir mehreren Grund- und Regelschulen kostenlos Masken zur Verfügung stellen, damit kein Schüler wegen einer fehlenden Maske nach Hause geschickt werden muss.

    Weitere Bundesfreiwillige beteiligen sich an der Nachbarschaftshilfe und kaufen für deutsche Hilfsbedürftige ein. Für die syrischen und afghanischen Männer ist manchmal nicht einfach zu verstehen, was auf den Einkaufszetteln steht. Da wird dann der Bierschinken auch mal bei den Getränken gesucht.

    Aber da zurzeit kein Deutsch-Unterricht stattfinden kann, ist das ein gutes Sprachpraktikum. Alle Adressaten der Nachbarschaftshilfe sind sehr zufrieden und erleben auf diese Weise ganz persönlich positive Erfahrungen mit Geflüchteten.

    Wir können uns vorstellen, diese besondere Form der interkulturellen Bildungsarbeit auch in einer Zukunft ohne Corona fortzusetzen.