Gedenkstunde 70 Jahre der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion

Die Russlanddeutschen und ihre Familien bilden die größte Migrantengruppe in Deutschland. Seit Beginn der Aussiedleraufnahme im Jahr 1950 sind fast 4,5 Millionen (Spät-)Aussiedler einschließlich Familien-angehörigen nach Deutschland zugewandert.

Mit der Veranstaltung möchten wir auf die Geschichte und das Schicksal dieser Migrantengruppe hinweisen, über ihre  Situation und die Migrationhintergründe aufklären sowie damit Respekt und Toleranz fördern. 2011 jährt sich zum siebzigsten Mal der Stalin-Erlass zur Deportation der Russlanddeutschen.

 

Am 28. August 1941 gab das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR per Erlass bekannt, dass alle Deutschen der Wolgagebiete unverzüglich und restlos umgesiedelt werden müssen. Es war eine Deportation aus den Gebieten, in denen die Deutschen seit der Auswanderung aus Deutschland vor über 200 Jahren lebten.

Als Grund wurde die gesamte Gruppe der Sowjetdeutschen wegen dem Überfall von Nazideutschland auf die Sowjetunion pauschal der Kollaboration mit Hitler-Deutschland beschuldigt.

Das damit verbundene Leid, Zwangsarbeit und Verlust von Familienangehörigen wurde zum Schlüsselerlebnis für diese Menschen, die als Aussiedler und Spätaussiedler zu uns nach Deutschland kommen. Im Rahmen der Veranstaltung wird in Erlebnisberichten von Russlanddeutschen über die Ereignisse der Geschichte berichtet. Darüber hinaus sollen die heutige Situation sowie Integrationsfragen und –probleme angesprochen werden.

 

In einer Ausstellung besteht die Möglichkeit, sich über die gesamte Geschichte dieser Migrantengruppe zu informieren.

Wir bitten um Anmeldungen unter der Tel.-Nr. 0365 / 7119082 oder über e-Mail: ikvgera@gmx.de

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms
„TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“
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